Wachhund-Schutzhund Ratgeber – Infos & Erziehung

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Im Wachhund-Schutzhund Ratgeber verraten wir dir alles über die sogenannten Schutzhunde. Ein Hund kann nämlich nicht nur zum knuddeln da sein, sondern auch zum Schutz. Kein anderes Tier nimmt seine Aufgabe so ernst wie der Hund. Hier gibt es jedoch einiges zu wissen. Wir verraten jedoch alles wissenswerte.

Wachhund-Schutzhund Ratgeber

Ein Wachhund ist ein Haushund, der zur Bewachung eingesetzt wird. Er ist ein Gebrauchshund. Einige Hunderassen wurden speziell für Wachaufgaben gezüchtet. Für einen guten Wachhund eignet sich nicht jede Hunderasse. Ausgebildet werden kann theoretisch aber jeder. Da eine kleine Hunderasse jedoch nicht die beste Wahl ist, sollte wenn zu einem großen Hund gegriffen werden.

Schäferhund

Hof- und Beschützerhunde: Vierbeinige Bodyguards

Die Arbeit der Schutzhunde ist auf keine Rasse festgelegt und gehört zu den ältesten Aufgaben der Hunde. Nicht zuletzt die Polizei greift oft und gern auf den tierischen Schutz zurück. Auch Privatpersonen verlassen sich auf die Dienste des vierbeinigen Beschützers.

Anspruchsvoller Wächter

Tatsächlich ist ein Hund aber ein recht anspruchsvoller “Ersatz” einer elektronischen Alarmanlage, wenn er tatsächlich in erster Linie als Wächter und nicht als Familienmitglied dienen soll. Ein Hund wird im Laufe seines Lebens teurer, als selbst eine sehr gute Alarmanlage es ist, und stellt zudem einige Ansprüche: Pflege, Sozialkontakte, Spaziergänge und Erziehung. Mit etwas Pech nimmt er seinen Job zudem zu ernst und nervt Nachbarn durch anhaltendes Bellen oder lässt selbst willkommenen Besuch nicht mehr aufs Grundstück. Beißt er beispielsweise den Paketboten, hat man ein ernstes Problem.

Ein fertig ausgebildeter Wachhund ist sehr teuer, möchte man ihn selbst dazu erziehen, braucht es viel Hundeverstand und Zeit. Privates Abrichten von Hunden auf Menschen ist in Deutschland verboten! Auch sind gerade die „ernsthafteren“ Hunderassen häufig Spätentwickler. Erst im Alter von um die 3 Jahre sind sie geistig wirklich erwachsen und zeigen ihr volles Potential. Ein Hund einer „Wachhunderasse“ kann durchaus mit 1 Jahr noch jeden Fremden fröhlich begrüßen, mit 2 Jahren aus Unsicherheit dann mal “überreagieren” und mit 3 Jahren ein zuverlässiger Wächter sein. Wichtig ist, dass der Mensch seinen Hund durch die Lebensphasen gezielt begleitet und Anleitung gibt.

In Privathand ist es daher fast immer sinnvoller, wenn man den Hund in erster Linie als sozialen Familienbegleiter in seinem Leben haben möchte und gerne seinen Alltag mit dem Hund teilt. Die abschreckende Wirkung auf Einbrecher ist dann ein netter Nebeneffekt.

Deutscher Schäferhund

Was ist die Aufgabe eines Schutzhundes?

Um Schutzhund zu werden, durchlaufen die Tiere gemeinsam mit ihren Hundeführern spezielle Trainingseinheiten und Prüfungen. Unter anderem lernen sie das das Verteidigen und Abwehren von Angreifern. Dabei erstrecken sich die Trainings- und Prüfungsvarianten von rein sportlich ambitionierten Wettkämpfen bis hin zur Ausbildung zum professionellen Schutzhund. Der Schutzhundesport hat nur Beschäftigung als Ziel. Die Ausbildung zum professionellen Schutzhund ist hingegen wesentlich komplizierter und strenger.

Geschichte und Bedeutung des Schutzhundes

Hunde mit starkem Schutztrieb werden schon lange für das Verteidigen und Schützen von Personen ausgebildet. Schutzhunde zählen daher zu den Gebrauchshunden. Insbesondere im Diensthundebereich schätzte man die Qualitäten der vierbeinigen Bodyguards schon vor langer Zeit. Auch heute verrichten Schutzhunde ihren Dienst, in dem sie den Menschen (in der Regel ihren Hundeführer) vor Angriffen schützen.

Sehr beliebt ist allerdings auch der Schutzhundesport. Hier ähnelt der Grundstock dem der Ausbildung zum Dienst-Schutzhund. Jedoch strebt der sportlich ambitionierte Bereich ein wesentlich schwächeres Trainingsziel an. Der Sport dient allein der Beschäftigung von Hund und Halter. Er sollte in keinem Fall ohne ausreichende Erfahrung oder die Unterstützung eines geschulten Trainers ausgeübt werden.

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Charakter des Schutzhundes

Selbstbewusstsein und Ausgeglichenheit zählen mitunter zu den wichtigsten Eigenschaften, die ein Schutzhund besitzen sollte. Außerdem sind geeignete Hunde belastbar und neigen nicht dazu sich reizen zu lassen. Arbeitsfreunde und Lernbereitschaft runden das Bild eines geeigneten Hundes ab.

Haltung eines Schutzhundes

Wenn du einen Hund hältst, der die Ausbildung zum Schutzhund genossen hat, solltest du eines nicht vergessen: dieser Hund eine wichtige Aufgabe. Diese Aufgabe, geradezu eine Berufung, vergisst er niemals: Er schützt. Daher sollten Hunde mit einer derartigen Ausbildung nicht von unerfahrenen Familien gehalten werden. Schutzhunde sind in der Regel nicht auf Stadtleben oder Landleben festgelegt. Entscheidend ist hier, welcher Rasse der Hund angehört.

Schutzhund-Rassen

Zu den beliebtesten Rassen, die sich aufgrund ihrer Charaktereigenschaften und Neigungen besonders gut zum Schutzdienst eignen, gehören: Deutscher Schäferhund, Rottweiler, Deutsche Dogge, Schnauzer, Airedale Terrier, Boxer, Dobermann und Hovawart.

Es werden hauptsächlich drei Varianten der Schutzhundausbildung unterschieden.

  1. Im Schutzhundesport trainieren Privatpersonen ihre Hunde, zum Teil bereits ab Welpenalter, in den Disziplinen Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. Im Schutzdienst wird der Hund darauf konditioniert, in einen Schutzärmel eines gestellten Opfers zu beißen. Der Helfer (gestelltes Opfer) trägt sicherheitshalber einen kompletten Schutzanzug, wobei sich an einem Arm zusätzlich der Schutzärmel befindet, den der Hund packen soll. Der Schutzärmel dient hierbei als Imitat eines Beuteobjekts, das der Hund eindeutig erkennen können soll. Da es diese Attrappe im täglichen Leben nicht gebe, sei eine Kritik an der Schutzhunde Ausbildung ungerechtfertigt. Denn es bestehe angeblich keine Gefahr einer Fehlverknüpfung beim Hund. Dennoch werden als Helfer niemals Kinder oder Jugendliche und nur vereinzelt Frauen eingesetzt. Ziel ist es, den Ärmel vom Arm zu ziehen. Der Hund darf den Schutzärmel nach getaner Arbeit vom Platz tragen. Bevor ein Hund in die Schutzhundeausbildung geht, muss er die Begleithundeprüfung bestehen. Sie besteht aus reiner Unterordnung, damit der Hund sich Autos, Radfahrern, Joggern und anderen sich bewegenden Objekten gegenüber neutral zu verhalten lernt.
  2. Die Ausbildung der Diensthunde der Polizei ist ähnlich wie die der Schutzhundesportler. Die Hunde starten meist im Alter von ein bis zwei Jahren, absolvieren ihre Ausbildung jedoch innerhalb von drei bis vier Monaten. Als Diensthund kommen nur die Rassen DSH, Belgischer Schäferhund, Dobermann, Riesenschnauze, Boxer, Hovawart, Bouvier oder Airedaleterrier in Frage. Voraussetzung für eine Ausbildung ist ein hohes Maß an Selbstbewusstsein, was ein strenges Auswahlverfahren zufolge hat. Zum Schutzhundelehrgang gehören die Disziplinen: Sicherung des Streifenteams, Stellen und Verbellen flüchtiger Personen, Einsatz bei Schlägereien, Demonstrationen, Objektschutz und teilweise bei der Suche nach Vermissten und das Aufstöbern von Einbrechern in Gebäuden. Nach absolvierter Ausbildung wird die Leistung eines Diensthundes jährlich geprüft. Nach der Grundausbildung können Diensthundeführer und Hund sich spezialisieren. Die einzelnen Ausbildungen unterteilen sich in Schutzhund, Fährten-, Rauschgiftspür-, Sprengstoff- und Leichenspürhund, in Bayern auch Alpineinsätze und das Aufspüren von Wasserleichen. Bis auf wenige Ausnahmen bleiben die Diensthunde der Polizei im Besitz des Hundeführers, wenn sie in den Ruhestand treten.
  3. Der Mondioringsport, vom VDH als Turniersport nicht anerkannt, beinhaltet drei Disziplinen: Unterordnung, Sprünge und Schutzdienst.

Laut FCI Prüfungsordnung darf der Hund, im Gegensatz zum Schutzdienst, hierbei nicht selbstständig angreifen. Dem Statisten in Schutzkleidung ist es nicht erlaubt, den angreifenden Hund mit dem Stock zu schlagen. Er bewegt und verhält sich wie in einer realen Situation (ausweichen, bedrohen, weglaufen, etc.) Die Anforderungen werden an den Entwicklungsstand des Hundes angepasst und nicht umgekehrt. Unkontrolliert beißende Hunde werden nicht zugelassen.

Wir hoffen, dass wir dir mit unseren Wachhund-Schutzhund Ratgeber das Thema etwas näher beibringen konnten und du jetzt weißt worauf achten, wenn auch du vor hast dir einen Wachhund anzuschaffen und ihn ausbilden zu lassen.

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